Forum:Tierische Satire/Quellen: Was dürfen Satiere?

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Quellensammlung

  1. DER KLASSIKER: Tucholsky: Was darf Satire?
    • Diskussion: unnötig.
  2. DIE PARTEI / Der Vorsitzende: Sonneborn: Satire darf weh tun
    • Diskussion:
  3. CDU / Die Vorsitzende: Merkel erlaubt Strafverfolgung von Jan Böhmermann
    • Diskussion:
  4. AKP / Der Vorsitzende: Erdogan: Staranwalt gegen Böhmermann
    • Diskussion:
  5. Springerverlag / Der Vorsitzende: Solidarität mit Jan Böhmermann!
    • Diskussion: Blamiert Merkel, weil sie die Schröderregel mißachtet, "mit Bild, BamS und Glotze" zu regieren, wenn sie die Strafvervolgung Böhmermanns duldet. Das war sicher auch der Grund für den "Schulz-Effekt" - Merkels Schmählyrikschmähung wider den Springervorsitzenden ließ gewisse Umfrageinstitute zur Strafe vorübergehend ihren Stern sinken. Am Ende nutzt alle Schmähkritik aber doch nix, um die Welt zu verändern, weil bis zur Wahl der Springerverlag keinen Ersatz-Macron für Merkel findet, der statt ihr zu unterstützen wäre.Kamelurmel (Diskussion) 19:40, 19. Jun. 2017 (NNZ)
  6. Deutschlandfunk: WOW, so gehört das auch hier mal erörtert und diskutiert!
    • Diskussion: Zitat "Die Frage, wie extrem darf Satire sein, ist, wenn man so will, eine die immer wieder auftaucht, und die immer wieder neu verhandelt werden muss." Oops, das haben wir weiter oben im Interview von Martin Sonneborn auch schon gehört. Wenn das Konsens im Humorismus ist, muss auch jeder Bestandsschutz alter Artikel nicht unbedingt kritiklos auf neue Artikel des Altartikel-Autors übertragen werden. Leider macht das die Kamelo etwas mühsamer. Das haben vor allem einige sich verantwortlich fühlende Treiber hier schon immer so empfunden, und sind womöglich auch deshalb großteils ferngeblieben. Ein paar waren allerdings auch etwas engstirnig mit verbesserungsfähigen Artikeln umgegangen und haben sich dadurch unnötige Diskussionen eingefangen und sich selbst damit ein schlechteres Bild von manchen Mitkamelen als nötig gemacht. Diese paar Treiber haben sich ihren Frust redlich verdient gehabt Kamelurmel (Diskussion) 20:13, 19. Jun. 2017 (NNZ)
  7. DIE WELT: Yücel versus Sarrazin
    • Diskussion: Zu dreiviertels, also 75% verteidigt die Welt ihren eigenen Mitarbeiter gegen die Anwürfe durch die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel. Da fehlt der Mut zu mehr, zu 100%, obwohl die AfD nicht gerade zu besonneneren Äußerungen fähig ist als die, die von ihr Yücel vorgeworfen werden. Die Welt hat schließlich den Haudegen von der taz abgeworben und sollte den Schatz hüten, einen Mann mit satierischen Anwandlungen und starken Worten. Kamelurmel (Diskussion) 15:49, 25. Feb. 2018 (NNZ)
  8. Klaus Staeck, Akademie der Künste, Heinrich Böll zitierend in DER TAGESSPIEGEL: "Satire ist kein Himbeerwasser!"
    • Diskussion:
  9. Florian Schroeder: jeder hat das Recht, verarscht zu werden (auch Gräte Thunfisch)
    • Diskussion: Weitere Humoranwaltsexpertise aus dem Tagesspiegel hier!
  10. Verwaltungsgericht Weimar: Mohring darf mit Höcke bumsen!
    • Stadt Erfurt muss abgehängte satierische Plakate von Die Partei wieder aufhängen.-
    • Diskussion:
  11. taz-Tatzen-Satier am Werk? Der Satirikerin Beitrag schlägt Wellen: Punkiger Trash kommt manchmal nur gut bei Punks
    • Stein des Anstoßes: Alle in einen Topf - ob das gut geht, wenn kein Topf zur Verfügung steht?
    • Diskussion: Ein zweiter Fall Böhmermann oder ein Fall für den Müllhaufen der Geschichte? Letzterer ist offenkundig Gegenstand der Satire, denn ohne den Müllhaufen der Geschichte, auf dem ja schon so manches gelandet ist, sind die Ausführungen der Satirikerin nicht erklärlich. Hier hat sie den Gedanken der Abschaffung der Polizei von Minneapolis weitergesponnen zur Abschaffung der Polizei überall. Wenn so die Polizei als Institution auf dem Müllhaufen der Geschichte gelangte, fänden sich ihrer Meinung auch alle Polizisten auf einer Müllhalde wieder, zusammen mit dem, was da sonst schon gelandet ist beziehungsweise analog die Personen, die mit diversem anderen Geschichtsmüll verbunden waren. Irgendwie hoffnungslos der Fall. Sollte das Ding an sich, die Polizei, sich als Irrtum herausstellen, würde sie womöglich tatsächlich abgeschafft, aber Irren ist menschlich, und die Menschen, die der Polizei bis zu dem Zeitpunkt angehört haben, werden vielleicht irgendwie bemitleidet, aber die Satirikerin stellt ja auch die Frage, was passiert, wenn man die Polizei abschafft, und nicht den Kapitalismus. Die aufmerksamsten taz-Leser kamen in ihren Leserzuschriften auf die Lösung: Der Siegeszug der privaten Sicherheitsdienste passiert dann zwangsläufig. Die zweitaufmerksamsten Leser bejammerten die "Diskriminierung der Polizei" in der Satire, aber eine bittere Satire hat ja vielleicht auch einen bitteren Hintergrund, etwa Diskriminierung durch einzelne Polizisten. Für diese ihre zweitaufmerksamsten Leser hat die Punkerin die Trasherei zu sehr, ja buchstäblich auf die Spitze getrieben, die Spitze eines Müllberges, und diese zweitaufmerksamsten Leser kamen nicht dahinter, welcher Müllberg und warum gemeint war, doch schaut man genauer in die Zeilen des Textes, geht es ja auch um die Gnadenlosigkeit einer Gesellschaft, die nicht verzeihen kann - einmal Buhmann, immer Buhmann - kein Platz mehr in der Gesellschaft. Diskriminierung durch Polizisten, das kommt ja tatsächlich auch mal vor, und wo Korpsgeist höher als das Gesetz ist wie es vielleicht in Minneapolis gewesen sein mag, ist die Auflösung der Polizei nur konsequent, aber auch nicht alternativlos. Ein bißchen Nachhilfe in Gesetzeskunde und Sanktionen bei Verstößen erzieht auch eine wildgewordene Rasselbande, und sei es eine von Polizisten. Damit ist die Auflösung der Polizei überall ziemlich unwahrscheinlich. Puh, es ist manchmal schon peinlich, wenn man die Pointe eines Satirikers erklären muss.Kamelurmel (Diskussion) 20:33, 17. Jun. 2020 (NNZ)
  12. Scheidung des Traumpaares Sonneborn/Semsrott!
    • Witz ist Witz vor allem dann, wenn er verstanden wird. Ausgerechnet dem großen Spaßparteivorsitzenden Martin Sonneborn misslang ein aufwendig als T-Shirt-Print auf eigner Brust getragener Witz, so dass er sich genötigt sah, sich zu entschuldigen. Genötigt ausgerechnet durch seinen Show-Partner Nico Semsrott, der sich zudem in diesem Zusammenhang vom organisierten Humor von DIE PARTEI verabschiedete und den piekierten Sonneborn an deren Spitze alleine zurück ließ. Semsrott ist zu raten, es bei einem Karnevalverein garnicht erst zu versuchen!
      Semsrott: Austrittsrklärung aus DIE PARTEI
      Sonneborn: Die zu späte Entschuldigung
    • Diskussion: In dem Fall geht es angeblich nur vordergründig um Political correctness. Um die geht es aber auch. Des weiteren steht nämlich Semsrotts Vorwurf im Raum, Sonneborn habe "sich selbst zum Opfer stilisiert". Also die eigentlich für die AfD typische Opfer-Haltung frech verwendet in der Diskussion zwischen den beiden, offensichtlich ein NO-GO bezüglich des Erhaltes des Traumpaares für "DIE PARTEI". Nun ist es denn deswegen geschieden, weil Sonneborn die geforderte Entschuldigung nicht bis dahin geliefert hatte. Laut eigenem Bekunden hat Semsroth im EU-Parlament 10 Kilo zugenommen. Da wird Sonneborn bei der nächsten Begegnung gut Wetter versuchen mit "Ey, Digga!". Wenn er zur Antwort ein entschiedenes "Ey Opfa!" zu hören bekommt, dann wäre das der letztgültige Beweis des zerschnittenen Tischtuches. Kamelurmel (Diskussion) 15:15, 14. Jan. 2021 (NNZ)
  13. Können Laien-Satiere irren - #AlleNochDicht?
    • allesdichtmachen Playlist und
    • wundervolle Diskursbeiträge dazu wie [1]
    • Diskussion: 50 Schauspieler*innen überraschten im April 2020 mit ihrer Aktion #allesDichtMachen - nicht alle davon waren ausgewiesene Satiriker. Es ging darum, mit satirisch gemeinten Meinungsbeiträgen aus den Home-Video-Studios der Künstler* die Wogen zu glätten in der hochgekochten gesellschaftlichen Diskussion um die wegen des Coronavirus gesetzlich geschaffenen Einschränkungen des normalen Lebens, und das vermittels sanftem satirischen Humor. Natürlich können Laien-Satiere auch mal irren, aber irren scheint kamelischer zu sein als menschlich, schaut man sich das Ergebnis der Auseinandersetzung um die Video-Serie an: von 53 Videobeiträgen wurden Stand 24. April 16 zurückgezogen, von den Protagonisten selber - sie hielten der verbalen Gewalt gegen sie und ihre gutgemeinten künstlerischen Beiträge nicht stand. Hier wurde an der falschen Front gekämpft - gegen gutmeinende Laien-Satiriker, statt für die richtigen Infektionsschutzmaßnahmen. Denn da gibt es Mängel ohne Ende im Krisenmanagement, angefangen vom candy-crushenden Minischerzpräsidenten bis zur Impfstoff-Beschaffung durch die EU-Kommission - Augen auf! Kamelurmel (Diskussion) 13:52, 24. Apr. 2021 (NNZ)
  14. UnNews: Fernuniversität Nahe zum Thema "Dürfen Satiere danebenliegen?" #AlleDaneben?
    • Diskussion:
    • Wenn Satiere daneben liegen, sind sie ja immer noch ziemlich nah dran! Saharasani (Diskussion) 14:26, 27. Apr. 2021 (NNZ)
      ... sind aber vorher möglicherweise hinten runter gefallen. --Wüstenspitz (Diskussion) 16:28, 28. Apr. 2021 (NNZ)

Allgemeine Diskussion zum Thema:

  • Die ganze Aufstellung diente vor Jahr und Tag zur Klärung, welche Freiheit Satiere frei nach Tucholsky denn nun haben, nachdem ein zunehmend kamelopediaphob dem Konservativismus in die Arme treibender Treiber sein Treiben hier beendete, nicht ohne zuvor die Drama-Queen zu geben, welche ausgiebig über Splatter-Stil in den KameloNews als Symptom des Weltunterganges jammerte. Aber wie hält es die Presse heutzutage mit dem Splatter-Stil? Just heute schrieb der erzliberalkonservative Tagespiegel über die deutschen Nationalhandballer bei der EM wörtlich: "Während der EM-Vorrunde in Trondheim ist ja mitunter der Eindruck entstanden, dass manch Nominierter besser in der Körperwelten-Ausstellung aufgehoben gewesen wäre, die im Moment in der österreichischen Hauptstadt zu sehen ist." Das ist Splatter-Fantasie pur. In einem deutschen Qualitätshauptstadtpressemedium. Kamelurmel (Diskussion) 12:43, 19. Jan. 2020 (NNZ)
  • Jetzt schägt's 13: Der Punkt 13 obiger Quellenauflistung schlug IMHO dem Fass den Boden aus: Der Shitstorm gegen die 53 Künstler*innen war rein faktisch sachlich als auch satirequalitätgutachterlich betrachtet eine bodenlose Unverschämtheit, wie sie selbst "Querdenker" nicht besser hinkriegen mit ihrem Rumnöhlen in genau die andere Richtung. Immerhin, unserein Satier weiß sich zu wehren, siehe z.B. Masseljese und Satirekrise im April Kamelurmel (Diskussion) 14:12, 24. Apr. 2021 (NNZ)